
BEITRAG TEILEN
BEITRAG DER SP PFÄFFIKON

HIER MITBESTIMMEN ↓
WEITERE BEITRÄGE
Der Gemeinderat möchte statt eines richtigen Restaurants in der Badi lieber einen Kiosk mit Wegwerfgeschirr. Machen Sie jetzt an der Umfrage mit, um diesen Unsinn zu verhindern.
Die Badi Baumen in Pfäffikon ist das mit Abstand wichtigste und beliebteste Freizeitangebot in Pfäffikon. Mit weit über 100’000 Eintritten pro Jahr erfüllt sie eine wichtige Funktion in unserem Dorf.
Das Restaurant ist in die Jahre gekommen und kann so nicht weitergeführt werden. Die Küchengeräte sowie die Kühlzellen sind alle am Ende ihrer Lebensdauer angekommen und die Leitungen (Strom, Wasser, Abwasser) müssen saniert werden. Das Restaurant entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen, die Abläufe für das Personal sind umständlich und ineffizient und auch für die Gäste sind die Bedingungen alles andere als ideal.
Der Gemeinderat hat die Misere erkannt und schlägt zwei Neubau-Varianten vor. An einer Informationsveranstaltung im Dezember war es möglich, einen vertieften Einblick in die Pläne zu bekommen. Aus Sicht der SP Pfäffikon ist es dringend notwendig, früh genug einer Fehlentwicklung zu begegnen. Dies ist dank einer Online-Umfrage zum Umbau Gastro Strandbad Baumen noch bis Ende Januar möglich.
Zwei Varianten: Kleinspecht und Haubentaucher
Der Gemeinderat schlägt zwei Varianten vor, eine günstigere (Variante Kleinspecht) und eine teurere (Variante Haubentaucher). Favorit des Gemeinderats ist – wenn wunderts – die billigere Variante. Die SP Pfäffikon ist mit der Informationspolitik des Gemeinderats nicht einverstanden, da wichtige Informationen insbesondere zum Projekt Kleinspecht unterschlagen werden.
Hauptargument für die kleinere Version dürfte der Preisunterschied sein, der in der Tat beachtlich ausfällt: Kleinspecht kostet 2,2 Millionen Franken und Haubentaucher 3,8 Millionen. Die Projektverantwortlichen gehen davon aus, dass die Rendite beider Varianten etwa gleich gross ist.
Ungesund und nicht nachhaltig
Der Preis ist das eine. Klar, 1,6 Millionen sind ein grosser Betrag. Letztlich belastet dieser Betrag die Rechnung der Gemeinde nur unwesentlich. Die Mehrkosten für die Abschreibung betragen pro Jahr nur rund 48’000 Franken. Dies bei einem Gesamtbudget von mehr als 90 Millionen im Jahr.
Allerdings weist Kleinspecht einige Nachteile auf, die in den verfügbaren Informationen so nicht auftauchen und unbedingt benannt werden müssen:
- Alles vorgefertigt: Im Kleinspecht wird nichts mehr vor Ort produziert. Das Angebot setzt auf Fertigprodukte mit Schwergewicht auf frittierte Nahrungsmittel. Im Vergleich zu heute ist das Angebot sehr stark reduziert. Gesunde und nachhaltige Menüs sucht man in dieser Variante vergeblich. Der Aussenbereich hat deutlich weniger Sitzplätze als in der Variante Haubentaucher und weniger Schattenplätze. Es soll vermehrt auf der Liegewiese konsumiert werden.
- Einweg-Geschirr statt Mehrweg-Geschirr: Zwar betonen die Projektverantwortlichen, es werde wo möglich kompostierbares Geschirr verwendet. Das ist aber reine Augenwischerei. Das Problem ist folgendes: Kompostierbares Geschirr beispielsweise aus Palmblättern stammt oft aus ökologisch höchst fragwürdigen Quellen und ist im Vergleich dem Mehrwerg-Geschirr immer unterlegen. Ausserdem haben moderne Kompostieranlagen massive Probleme mit Einweggeschirr, da es viel zu langsam verrottet. Man stelle sich die Abfallberge vor, die an einem schönen Sonntag in der Badi anfallen. Ein Teil des Wegwerfgeschirrs ist trotzdem noch aus Plastik, was eine Trennung erfordert. Man kann sich vorstellen, wie an einem schönen Sonntag die Abfallcontainer aussehen werden.
Die Badi ist auch Lebensqualität
Projekt Haubentaucher setzt auf variantenreiche Verpflegung, die zum Teil vor Ort zubereitet wird. Pizza und asiatische Gerichte, aber auch Frittiertes und Teigwaren gehören zum breiten Angebot. Ein modernes Selbstbedienungsrestaurant wird ergänzt durch eine grosszügige Küche mit angenehmen Arbeitsplätzen. Mit dem Projekt Kleinspecht versucht der Gemeinderat, einige Franken zu sparen. Er spart damit aber auch am mit Abstand wichtigsten Freizeitangebot der Gemeinde.
Noch ein Wort zu den Bildern in der Umfrage: Projekt Kleinspecht ist sehr attraktiv dargestellt, ein schöner Holzbau, heimelig und gemütlich. Projekt Haubentaucher dagegen wirkt kalt, mit einem unpassenden Industriedesign. Das sind Beispielbilder von bestehenden Badi-Angeboten und haben gar nichts mit den vorgeschlagenen Projekten in Pfäffikon zu tun.
Die SP Pfäffikon ruft Mitglieder, Sympathisant:innen und vor allem regelmässige Badigäste auf, an der Umfrage zu den beiden Projekten teilzunehmen. Der Vorstand unterstützt aus den genannten Gründen die Weiterentwicklung von Projekt Haubentaucher, damit die Badi am See weiterhin ein attraktiver Ort für Sport, Freizeit und Begegnung bleibt.

