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BEITRAG DER SP PFÄFFIKON


WEITERE BEITRÄGE


Die Gemeindeversammlung vom 8. Dezember 2025 war ein Desaster für SVP und FDP. Sechs Erkenntnisse aus einem spannenden Abend. 

  1. Erfolgreiche Mobilisierung: Die SP und die Grünen mobilisierten Sympathisant:innen und Mitglieder mit Erfolg. Das zeigt: Kompromissbereite und progressive Stimmbürger:innen können die Abstimmungsergebnisse an der Gemeindeversammlung entscheidend beeinflussen. Wenn wir uns vier Mal im Jahr diese zwei bis drei Stunden Zeit nehmen, können wir Pfäffikon zum Besseren verändern oder zumindest vor der bürgerlichen Kurzsichtigkeit bewahren.
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  2. Der neue SVP-Kandidat ist nicht wählbar: Die Fundamentalopposition der SVP gegen den bürgerlich dominierten Gemeinderat (2x SVP, 3x FDP) kippte mitunter ins Absurde. Die Streichungsanträge waren entweder nicht zulässig oder beruhten auf falschen Annahmen. Zum Teil waren sie finanziell sogar kontraproduktiv (Übernahme der PV-Anlage, Ersatz der alten Ölheizung). Der eigentliche Eklat war, dass die SVP Pfäffikon sogar für eine Rückweisung des Budgets stimmte, die radikalste Massnahme in einer Budgetdiskussion. Die Wortmeldung von Gemeinderatskandidat Florian Appenzeller folgte dann strategisch geschickt zur Annahme des Umbaus des Schulhauses Mettlen, war aber letztlich nur ein Ablenkungsmanöver.
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  3. Die FDP ist zu extrem: Der Auftritt der FDP zum Thema Frühe Förderung war eine Mischung aus fremdenfeindlichen Tiraden, unbelegten Vermutungen und dem Ruf nach schärferen Gesetzen für Eltern («die müssen wir härter anpacken»). Eigenartig für eine Partei, die sonst immer nach mehr Eigenverantwortung und Deregulierung ruft.
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  4. FDP und SVP sind weit weg von den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern: Die beiden Parteien stellen fünf von sieben Gemeinderäte. Mehrmals mussten die Gemeinderäte ihre Parteikollegen auf Fehler, falsche Behauptungen und Irrtümer aufmerksam machen. Trotzdem sind die Parteileitungen scheinbar nicht fähig oder willens, sich die entsprechenden Informationen zu den Geschäften im Vorfeld zu besorgen. Sämtliche Anträge der beiden Parteien wurden denn auch mit überwiegendem Mehr verworfen. FDP und SVP sollten zurückfinden zu einer pragmatischen und mehrheitsfähigen Politik, die ihre Gemeinderäte vorleben.
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  5. Lokalpolitik verträgt keine extremen Haltungen: Die Gemeindeversammlung vom 8. Dezember zeigt, dass extreme und ideologisch geprägte Anträge kommunal nicht funktionieren. Die Stimmbürger:innen erwarten pragmatische Lösungen, die ihre Lebensqualität verbessern und den Service Public auf einem guten Niveau gewährleisten. SP, Grüne, GLP und EVP erfüllten diese Erwartungen.
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  6. Wahltag ist Zahltag: Die beiden dominierenden Parteien im Gemeinderat sind in ihrem derzeitigen Zustand nicht fähig, die Bevölkerung zu repräsentieren. Die Fundamentalopposition gegen die eigenen Behördenmitglieder ist schädlich für die Gemeinde. Es wird sich bei den Gemeindewahlen am 8. März zeigen, wie dieses destruktive Verhalten bei den Päffiker Wähler:innen ankommt.