Ja zum Projektierungskredit für das Schulhaus Mettlen (C + D)

Die SP Pfäffikon empfiehlt an der Gemeindeversammlung vom 8. Dezember ein JA zum Projektierungskredit.
Wenn du selbst die Politik in Pfäffikon mitgestalten möchtest, bis du herzlich willkommen an den Mitgliederversammlungen. Hier wird diskutiert, gelacht und politisiert. Gemeinsam setzen wir uns dafür ein, Pfäffikon noch lebenswerter zu machen.
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BEITRAG DER SP PFÄFFIKON

WEITERE BEITRÄGE
Am 8. Dezember 2025 stimmen wir an der Gemeindeversammlung über den Projektierungskredit für das Schulhaus Mettlen ab. Die Gebäude stammen aus den frühen 1960er-Jahren und entsprechen in vielen Bereichen nicht mehr den heutigen Anforderungen an Pädagogik, Raumgestaltung und Technik. Eine Sanierung bzw. ein Neubau ist überfällig. Denn:
«Ein modernes Schulhaus besteht nicht mehr nur aus Erschliessungsfläche und Klassenzimmern, sondern aus Lern- und Lebensräumen, die flexibel genutzt werden können. Hier ist eine Architektur gefordert, die Entwicklung ermöglicht und nicht verbaut.»
Reto Thöny, Vizedirektor Stadtschulen Chur bis 2018.
Geplant ist die Sanierung des bestehenden Gebäudes C sowie der Neubau des Gebäudes D, um den Schülerinnen und Schülern moderne, funktionale Lernräume zu bieten. Zusätzlich wird die Möglichkeit einer späteren Aufstockung berücksichtigt, um bei steigendem Platzbedarf flexibel reagieren zu können. Im Vorfeld wurden von den Verantwortlichen diverse Handlungsoptionen geprüft, die aber weder die schulischen noch die baulichen Anforderungen an ein solches Projekt erfüllen konnte. Insbesondere zeigte sich, dass eine Teilsanierung des Traktes D auf lange Sicht teurer würde.
Der Projektierungskredit ist der notwendige erste Schritt, um die Planung sorgfältig, vorausschauend und kosteneffizient voranzutreiben. So wird sichergestellt, dass das Schulhaus Mettlen den zukünftigen Bedürfnissen der Gemeinde entspricht und eine Schule für die kommenden Generationen entsteht.
Mit dem Projektierungskredit können wir die Planung professionell und vorausschauend starten und so eine Schule für die Zukunft schaffen.
Jetzt handeln – für eine zukunftsfähige Schule für unsere Kinder und unsere Gemeinde. Stimmen Sie Ja!
«Frühe Förderung»: Kluge Investition in die Zukunft

Die SP Pfäffikon empfiehlt an der Gemeindeversammlung vom 8. Dezember ein JA zum Antrag des Gemeinderats.
Wenn du selbst die Politik in Pfäffikon mitgestalten möchtest, bis du herzlich willkommen an den Mitgliederversammlungen. Hier wird diskutiert, gelacht und politisiert. Gemeinsam setzen wir uns dafür ein, Pfäffikon noch lebenswerter zu machen.
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BEITRAG DER SP PFÄFFIKON

WEITERE BEITRÄGE
Die geplante Koordinationsstelle «Frühe Förderung» in Pfäffikon hilft langfristig, viel Geld zu sparen und hilft genau jenen Kindern, die Unterstützung besonders benötigen.
An der Gemeindeversammlung vom 8. Dezember 2025 beantragt der Gemeinderat die Schaffung einer Koordinationsstelle «Frühe Förderung». Die jährlichen Kosten werden für 2026 mit 94’700 Franken beziffert, ab 2030 soll die Summe auf rund 185’000 Franken steigen.
Das ist viel Geld und man fragt zurecht, ob sich diese Investition lohnt. In diesem Artikel versuchen wir, diese berechtigte Frage zu beantworten. Letztlich geht es um möglicherweise vermeidbare Kosten und mögliche Mehreinnahmen.
Bevormundet der Staat jetzt die Eltern?
Worüber debattieren wir eigentlich bei der «Frühen Förderung»? Die Wissenschaft gibt einen recht klaren Rahmen vor: Ab dem Zeitpunkt der Geburt bis zum Eintritt in den Kindergarten sollen Kinder – und Eltern – von der «Frühen Förderung» profitieren können. Unter diesem Begriff sollte man sich keine «frühe Schule» für Kleinkinder vorstellen. Es geht vielmehr darum, den Kindern zu ermöglichen, ihre in diesem Alter im Vergleich zu später sehr ausgeprägte Neugier und Lernfähigkeit optimal zu nutzen.
Die «Frühe Förderung» setzt genau an diesem Punkt an: Defizite – seien es sprachliche oder soziale – lassen sich in den ersten vier Lebensjahren sehr viel einfacher angehen als im späteren Leben.
Die Koordinationsstelle «Frühe Förderung» wird Eltern also nicht grossflächig belehren und überwachen. Sie soll gezielt dort aktiv werden, wo Unterstützung und Intervention zum Wohle des Kindes angezeigt ist. Das Angebot soll niederschwellig sein und es Eltern so ermöglichen, sich ohne viel Bürokratie Unterstützung zu holen. Je tiefer der sozioökonomische Status der Eltern ist, desto erfolgreicher sind die frühen Fördermassnahmen.
Jeder investierte Franken macht sich bezahlt
Die «Frühe Förderung» ist eine Chance, spätere Kosten zu vermeiden. Die Ablehnung der beantragten Mittel wäre kurzsichtig und führte zu langfristigen Sparschäden, welche die Kosten um ein Mehrfaches übersteigen.
Das zeigt nur schon ein Blick auf den Betrag, den unsere Schule heute für Kinder mit besonderen Bedürfnissen investiert. Beispielsweise ISR (Integrierte Sonderschulung), externe Sonderschulen und Stützungsmassnahmen wie Logopädie, DAZ (Deutsch als Zweitsprache) etc. Alles in allem machen diese Kosten rund 20 Prozent des gesamten Schulbudgets aus, konkret mehrere Millionen Franken jährlich. Die Koordinationsstelle «Frühe Förderung» soll den Anteil der Kinder senken, die während ihrer Schulzeit Massnahmen benötigen.
Doch um den Wert der «Frühen Förderung» richtig zu erfassen, darf die Kostenrechnung nicht mit der Schulzeit aufhören. Armut in der Schweiz hängt massgeblich mit dem Bildungsniveau zusammen: Je besser ausgebildet eine Person ist, desto geringer ist ihr Risiko, in die Armut abzurutschen. 56,8 Prozent der Sozialhilfebeziehenden verfügen über keine berufliche Ausbildung. Die Armutsstatistik der Schweiz bestätigt den kausalen Zusammenhang von Bildung und Armut: Während die Armutsquote der Gesamtbevölkerung bei 7,6 Prozent liegt, sind Personen, die über keine nachobligatorische Ausbildung verfügen, mit 13,7 Prozent überdurchschnittlich von Armut betroffen. Dazu kommt: Armut steigert das Risiko gesundheitlicher Probleme sowie Vereinsamung, was ebenfalls Kosten verursacht.
Das führt uns zu der wohl schwierigsten und vielleicht wichtigsten Frage: Wie lässt sich die Wirksamkeit der eingesetzten Mittel für die «Frühe Förderung» nachweisen? Prävention soll Kosten ja gar nicht erst entstehen lassen. Der Nachweis ist bei einer Massnahme, deren Wirksamkeit sich vielleicht erst nach 10 oder 20 Jahren zeigt, noch viel schwieriger.
Es gibt im deutschsprachigen Raum nur sehr wenige Studien, die einen dermassen langen Zeitraum überblicken. In England und den USA gibt es einige öffentlich zugängliche Studien, welche diese Voraussetzungen erfüllen. Besonders interessant ist das «High/Scope Perry Preschool»-Projekt. Die «Frühe Förderung» kümmerte sich hier sehr gezielt um kleine Kinder aus besonders benachteiligten Milieus. Die Resultate sind bemerkenswert: Heute 40-jährige Erwachsenen, die vom Projekt unterstützt wurden, weisen im Vergleich zu Menschen aus ihrer Alterskohorte, die keine Förderung als Kinder bekamen, in allen wichtigen Parametern (Schulabschluss, berufliche Anstellung, Sozialleistungsbezug, Straftaten) deutlich positivere Lebenswege aus.

Ganz ähnliche Resultate zeigen verschiedene Studien, welche das Kosten-Nutzen-Verhältnis der «Frühen Förderung» in den Städten Zürich, Bern und in der Romandie untersuchten. Jeder investierte Franke kam letztlich zwischen 2,6 und 3,5 mal zurück. In Form von höheren Steuereinnahmen, eingesparten Sozialleistungen und anderen Kosten.

Fazit: Sparen kostet viel Geld
Je benachteiligter die Kinder sind, desto erfolgreicher sind die frühen Fördermassnahmen. Darum ist der Ansatz der Gemeinde richtig, nicht mit der Giesskanne zu fördern, sondern genau da, wo es nötig ist. Diese heute anfallenden Kosten verhindern viel höhere Kosten in Jahren oder sogar Jahrzehnten. Kluge Politik ist vorausschauende Politik. Mal ganz abgesehen vom rein finanziellen Aspekt ermöglichen wir diesen Kindern, ihren Weg zu gehen und ihr Potenzial auszuschöpfen. Und das ist eine der nobelsten Aufgaben unserer Gesellschaft.
Links und Quellen
Für diesen Artikel wurden die folgenden Quellen genutzt. Das sind auch gute Anlaufstellen für alle, die sich vertieft mit dem Thema «Frühe Förderung» auseinandersetzen wollen.
Margrit Stamm et.al.: Frühkindliche Bildung in der Schweiz
Strategie «Frühe Förderung» – Kanton Zürich
Digitale Bildung für unsere Schulkinder

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WEITERE BEITRÄGE
In einer Welt, die sich rasant digitalisiert, ist es entscheidend, dass unsere Kinder bereits in der Schule die nötigen Kompetenzen für den verantwortungsvollen und kreativen Umgang mit digitalen Medien erlernen. In meiner bisherigen Amtszeit habe ich mich mit Nachdruck für den Ausbau der ICT-Kompetenzen (Informations- und Kommunikationstechnologie) auf allen Schulstufen eingesetzt.
Ein wichtiger Meilenstein war die Einführung der Stelle Leitung Fachstelle ICT. Damit konnte die Stabilität und Qualität der ICT nachhaltig gesichert und zugleich dem wachsenden Bedarf an Digitalisierung Rechnung getragen werden. Die geplante Organisationsentwicklung ab 2026 – mit der Rolle des ICT-Systemverantwortlichen sowie der Koordination Digitale Bildung – ermöglicht es, pädagogischen und technischen Support gezielt zu bündeln und effizient an allen Schulstandorten bereitzustellen. Das ICT-Team leistet damit einen entscheidenden Beitrag zur erfolgreichen Integration digitaler Bildung in den Schulalltag.
Eine besondere Herausforderung war die Ablösung der bisherigen Schulsoftware, deren Support im Sommer 2025 eingestellt wurde. Unter hohem Zeitdruck analysierten wir gemeinsam mit dem Lehrpersonal und der Schulverwaltung die Bedürfnisse aller Beteiligten und verglichen sie mit den Angeboten verschiedener Software-Anbieter. Unsere Entscheidung fiel klar auf Escola – eine Lösung, die intuitiv bedienbar ist und sich schnell im Alltag bewährt hat.
Die Resonanz war überaus positiv: Bereits 85 % der Eltern haben die App zum Schulstart installiert. Sie erleichtert nicht nur die Kommunikation mit Lehrpersonen, sondern auch organisatorische Prozesse wie Absenzenmeldungen oder die Einsicht in Stundenpläne – insbesondere hilfreich für Familien mit mehreren schulpflichtigen Kindern. Durch die neue Software werden Verwaltungsprozesse optimiert, die Effizienz gesteigert und dadurch letztlich auch Kosten eingespart – zum Vorteil unserer Schulen und der gesamten Schulgemeinschaft.
Geplante Tätigkeiten für die kommende Legislaturperiode
Auch in der kommenden Legislaturperiode werde ich mich für die Weiterentwicklung der digitalen Bildung an unseren Schulen einsetzen – mit einer zukunftsorientierten ICT-Strategie, die pädagogische Qualität und digitale Unabhängigkeit vereint.
Wir sollten vermehrt auf offene und nachhaltige Systeme setzen, die uns ermöglichen, flexibel auf neue Entwicklungen zu reagieren und technologisch unabhängig zu sein – ohne uns an einzelne und teure Anbieter zu binden. Vor dem Hintergrund internationaler Geschehnisse, möchte ich mich auch im Bereich der IT für die ganze Gemeinde einsetzen.
Der Schutz unserer Kinder und unserer Daten muss bei allen Anstrengungen an erster Stelle stehen. Gemeinsam mit Eltern und Lehrpersonen gestalten wir ein sicheres digitales Lernumfeld, in dem Chancen und Risiken reflektiert vermittelt werden.
Eine hohe Medienkompetenz der Schülerinnen und Schüler ist eine Schlüsselqualifikation für den sicheren Umgang mit den digitalen Medien. Sie wird bereits früh gefördert und im Unterricht gezielt eingebunden – immer orientiert an den Bedürfnissen der Lernenden und dem Schulpersonal. Innovative Unterrichtsformen, unterstützt durch moderne digitale Werkzeuge, sollen unsere Kinder bestmöglich auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereiten.
Mit einem eingespielten ICT-Team, einer klaren Vision und der nötigen Erfahrung bin ich bereit, diesen Weg weiterzugehen – für starke Schulen in einer digitalen Zukunft.
Medienmitteilung: Schule Pfäffikon
Pfäffikon ZH, 23.04.2024
Alle Pfäffiker Parteien fordern Transparenz und Aufklärung zu den aktuellen Geschehnissen an der Pfäffiker Schule
In den letzten Tagen wurde in verschiedenen Medien über den Fall einer Lehrkraft, welche seine Arbeitsstelle in der Schule Obermatt aufgeben musste, berichtet. Dieser Fall an der Schule Pfäffikon erschüttert die Pfäffiker Bevölkerung und verlangt eine umfassende Aufklärung.
Sämtliche Parteien stehen für ein Miteinander, in welchem einander mit Respekt begegnet wird. Wir sprechen uns gegen jegliche Form der Diskriminierung aus. Insbesondere Schulen haben eine eminent wichtige Rolle für unsere Gesellschaft. Die Ziele und die Methodik des Schulunterrichts sind im Lehrplan 21 gesetzlich vorgegeben.
In einer Krise ist es entscheidend, dass die zuständigen Personen zeitnah Verantwortung übernehmen. Im vorliegenden Fall muss sofort und möglichst umfassend informiert werden. Dazu sind der Schulpräsident und die leitenden Gremien der Schule in der Verpflichtung. Dadurch soll das Wohlbefinden der Schülerinnen und Schüler, der Eltern aber auch des gesamten Lehrkörpers und der ganzen Bevölkerung gewahrt werden.
Die Bevölkerung hat ein grundlegendes Anrecht zur umfassenden Information im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten über den Vorfall und dessen Konsequenzen.
Die Parteien fordern gemeinsam Transparenz und eine klare und unmissverständliche Kommunikation seitens der zuständigen Behörden. Dazu gehört auch eine Einschätzung beziehungsweise das Offenlegen möglicher Fehler und das Aufzeigen, wie die Schule diese inskünftig in ähnlichen Fällen verhindern will. Nur so kann das aktuell erschütterte Vertrauen in die Schule Pfäffikon wieder hergestellt werden.
Alle Pfäffiker Parteien (in alphabetischer Reihenfolge)
EVP, FDP, GLP, Grüne, SP, SVP
Die Präsidien:
Ursula Longatti, EVP
Daniel Haldimann, Co-Präsidium FDP
Viktor Knecht, Co-Präsidium FDP
Thomas Wolewinski, GLP
Pirmin Knecht, Grüne
Marc Grosspietsch, SP
Roland Buri, SVP
SP Pfäffikon fordert Aufklärung und politische Konsequenzen
Die SP Pfäffikon ZH kritisiert das Vorgehen der Schule Pfäffikon rund um die Trennung von einer homosexuellen Lehrkraft am Schulhaus Obermatt und fordert eine lückenlose und transparente Aufarbeitung der Geschehnisse. Insbesondere die Einflussnahme von Eltern fundamentalreligiöser Kreise muss thematisiert werden. Allenfalls müssen der Aufarbeitung auch politische Konsequenzen folgen.
Für die SP steht fest, dass sich Schulleitung, Geschäftsleitung Schule und Schulpflege unter allen Umständen hinter die Lehrperson stellen müssen, wenn Eltern rechtlich und pädagogisch ungerechtfertigte Forderungen aufstellen. Extreme Weltanschauungen haben an der öffentlichen Schule nichts verloren. Dass dies im vorliegenden Fall scheinbar nicht konsequent genug geschehen ist, ist unverzeihlich. Neben den persönlichen Folgen für den betroffenen Lehrer wiegt der Reputationsschaden für die Schule und auch die Gemeinde Pfäffikon schwer.
Die SP setzt sich dafür ein, dass der Vorfall vollständig und transparent aufgeklärt wird. Es darf nicht sein, dass in Pfäffikon eine kleine Minderheit ihre religiös-fundamentalistische Weltanschauung durchsetzen kann.



